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Surfer’s Shoulder: Ursachen, Symptome und Therapie

Warum Surfer so oft Schulterprobleme bekommen, welche Muskeln im Paddeln eine Rolle spielen und wie eine gezielte Therapie langfristig hilft.

Veröffentlicht am 12. Juli 2026 · Zurück zur Übersicht

Surfer paddelt auf einer Welle zu

Surfer’s Shoulder ist die wohl häufigste Überlastungsverletzung im Surfsport. Schätzungen zufolge leidet mehr als die Hälfte aller Surfer mindestens einmal im Leben unter Schulterschmerzen. Das Paddeln beansprucht Schultergelenk, Rotatorenmanschette, Bizepssehne und Nacken in einer extrem repetitiven und einseitigen Weise. Doch Schmerz muss nicht zum Dauerzustand werden.

Was ist Surfer’s Shoulder eigentlich?

Der Begriff „Surfer’s Shoulder“ beschreibt keine einzelne Diagnose, sondern ein Syndrom aus Schmerzen an der vorderen und oberen Schulter. Typische Ursachen sind ein Impingement-Syndrom, eine Bizepssehnenreizung, eine Überlastung der Rotatorenmanschette oder eine Instabilität im Glenohumeralgelenk. Der Dauerpaddelimpuls beim Duck-Dive und der häufige Wechsel zwischen maximaler Flexion und schneller Extension belasten das Gelenk weit über das hinaus, was im Alltag gefordert wird.

Besonders problematisch wird es, wenn die Paddeltechnik ungünstig ist: zu flaches Board, zu hoher Ellbogenwinkel, zu wenig Rumpfrotation oder eine ineffiziente Catch-Phase. All das verstärkt die Belastung auf die vordere Schulter.

Symptome, die du ernst nehmen solltest

  • Schmerzen beim Paddeln, besonders in der Catch-Phase
  • Schmerzen an der vorderen Schulter und im seitlichen Oberarm
  • Morgensteife oder eingeschränkte Beweglichkeit beim Anheben des Arms
  • Kraftverlust beim Paddeln oder bei Überkopfbewegungen
  • Schlafstörungen durch Seit- oder Bauchlage auf der betroffenen Schulter

Warum klassische Reha oft nicht reicht

In vielen Reha-Konzepten wird die Schulter isoliert betrachtet: Kräftigung der Rotatorenmanschette, Mobilisation des Gelenks, vielleicht etwas Taping. Das ist nicht falsch, aber unvollständig. Denn beim Surfen funktioniert die Schulter nicht allein. Sie ist Teil einer Kette aus Rumpfrotation, Hüftstabilität, Atemmuster und Paddeltechnik.

Bei Hannas Sport Ergo-Therapie Zentrum deshalb der sport-spezifische Ansatz: Wir analysieren nicht nur das Schultergelenk, sondern dein ganzes Paddel-Muster – am Land, am Bewegungsvideo oder im Aquabereich. So finden wir die wahren Engpässe und bauen sie gezielt ab.

Drei praktische Tipps für zu Hause

1. Rotatorenmanschette stabilisieren, nicht nur dehnen

Viele Surfer dehnen ihre Schulter endlos, weil sie sich „verspannt" anfühlt. Besser ist es, die äußeren Rotatoren (Infraspinatus, Teres minor) und den unteren Kapuzenmuskel zu stärken. Kleine Übungen mit leichtem Gewicht oder Theraband in Außenrotation sind hier Gold wert.

2. Thorax-Mobilisation vor jeder Session

Eine eingeschränkte Brustwirbelsäule zwingt die Schulter in mehr Kompression und Überkopfbewegung. Fünf Minuten Thorax-Mobilisation – zum Beispiel mit einem Faszienball oder liegend über einer Rolle – verbessert deine Paddel-Range spürbar.

3. Dosierung ist Training

Viele Verletzungen entstehen nicht durch eine einzelne Welle, sondern durch akkumulierte Paddelkilometer. Plane aktive Erholungsphasen, variiere die Intensität und achte auf Schlaf und Proteinzufuhr. Eine Woche voll Pump-Sessions ohne Regeneration ist die häufigste Ursache für Schmerzen.

Wann solltest du professionelle Hilfe suchen?

Wenn Schmerzen länger als zwei Wochen anhalten, nachts auftreten oder deine Paddelleistung spürbar sinkt, ist ein sport-spezifisches Assessment sinnvoll. Je früher wir die Ursache finden, desto schneller ist die Rückkehr ins Line-up.

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